Lactuca sativa var. capitata, Salat, Winterhäuptel Moosbacher
Capsicum annuum, Paprika, Paradeisfrüchtiger Grüner Rund
Coriandrum sativum, Koriander, Indischer
Calendula officinali, Ringelblume, Gelb u. Orange Blüten
Lycopersicon esculentum, Tomate, Orange Östreicher
Hordeum vulgare, Wintergerste, Alte aus Hassloch
Avena sativa, Hafer, Schwarzer aus dem Münsterland
Abelmoschus esculentus, Okra, Bamja Yeni Konak dan

Willkommen bei Freie Saaten

Seit Jahrtausenden haben Menschen nach eigenen Vorstellungen, ihrer Bedürfnisse und der regionalen klimatischen Bedingungen ihre eigenen Pflanzensorten angepflanzt, selektiert, vermehrt und für die kommenden Jahre erhalten. Aus einem begrenzten Ausgangsmaterial, welches über Handelsstraßen und Seewege in die entlegensten Gegenden dieser Welt gebracht wurde, entstand ein Sortenreichtum, eine Vielfalt von unvorstellbarer Größe und Herrlichkeit. In jedem Tal, an jedem Fluss, auf grünen Gebirgsplateaus, in Waldlichtungen, in kleinen Dörfern und großen Städten wurde die Geschichte der Vielfalt der Nutz- und Kulturpflanzen geschrieben. Wie auch die Geschichte der Rassenvielfalt von Nutztiere. Etwas Unersetzliches wurde so über Jahrhunderte aufgebaut.

Heute, müssen wir mit ansehen, dass dieses Gemeingut rasant verloren geht, durch Gesetze und Verordnungen eingeschränkt und unterdrückt oder aber privatisiert wird.

Bei uns in Europa ist das heutzutage, für den normalen Verbraucher, noch nicht so dramatisch. Auch wenn dies bei uns zu einer genetischen Erosion geführt hat die vor allem die Teller der Konsumenten betrifft. Die Größe der Vielfalt gerät mehr und mehr in Vergessenheit. Auf anderen Kontinenten bedeutet diese Entwicklung Hunger, Leid und Tod! Indigene Völker werden enteignet. Unsere modernen Konstrukte von „Eigentumsrechte“und „Patentrechte“ usw. machen diesen Wahnsinn zur Tatsache.

Aber kann es sein, dass Eigentumsrechte gewichtiger sind als Biodiversität und die Ernährung der Weltbevölkerung?

Hinter diesem Diebstahl an Mensch und Natur steht auch die 1995 gegründete "Welthandelsorganisation" (WTO) als Interessenvertreter der globalisierten weltmarktbeherrschenden Großkonzerne denen sie ja auch schließlich Ihre Gründung mit verdankt.

Wollen wir dabei zusehen, wie diese wenigen Großkonzerne sich ein Monopol am Anfang unserer Nahrungskette erschaffen und dabei systematisch Allgemeingut untermochen oder privatisieren und somit Menschenrechte aushebeln?

Heutzutage wird Saatgut alter Sorten, meist für den Bürger kaum zugänglich, in Archiven/Genbanken tiefgefroren aufbewahrt. Die Klimaveränderung können diese "Tiefkühlwaren" nicht miterleben.

Es wird heutzutage nicht mehr auf ein Züchter- und zeitlich begrenztes Sortenschutzrecht hingearbeitet, sondern auf ein Patentrecht.

Aber ist die Natur patentierbar? Darf es Patente auf Leben geben? Gibt es eine Pflanze die ihre Existenz einer Person allein verdankt? Gibt es ein Tier das von einer Person erfunden wurde?

Es wurde dafür gesorgt, dass alte Sorten lediglich in einem geringen Umfang und lediglich unter besonderen Umständen gewerblich in Verkehr gebracht werden dürfen. Diesbezüglich verweisen wir auf: "Richtlinie 2008/62EG der Kommission" Diese Richtlinie soll zukünftig den gewerblichen Verkehr für alte Getreide- und Kartoffelsorten regeln. Sie wurde bereits ins deutsche Recht umgesetzt. Was wie eine Rettungsaktion dargestellt wird, stellt tatsächlich jedoch einen gemeinen Unterdrückungshebel, geschaffen für die Saatgutindustrie, dar. Eine weitere Richtlinie (2009/145EG der Kommission), hinsichtlich Gemüselandsorten u.a., wird derzeit ins deutsche Recht umgesetzt. Es besteht wenig Hoffnung, dass es hierbei wohlwollender zugeht.  Ein Kniefall vor der Lobby der saatgutproduzierenden Großkonzerne. Damit haben sich diese Konzerne den Markt schon mal gesichert und können nun beruhigt Ihren "Wachstum" welcher tatsächlich aber Verlust und Knappheit darstellt vorantreiben.

Das große Sterben wird also 2010, im Jahr der Biodiversität, nicht aufgehalten, nein, es ist zu vermuten, dass es sich diamentral entgegengesetzt verhält - das große Sterben wird an Fahrt gewinnen - Dank unserer Politik und Industrie!

Die Bürger müssen wieder in den Garten! Gräbt Euren englischen Rasen um und legt Gemüsebeete und Getreideflächen an. Pflanzt alte Obstsorten. Erhaltet die alten Sorten für unsere Nachkommen - das wäre Nachhaltig!

Unsere Gemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, vom Aussterben bedrohte Nutz- und Kulturpflanzen sowie vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen entgegen den Einwirkungen der "Modernen-Welt“ zu erhalten und für die Allgemeinheit verfügbar zu machen.

Der Verein verfolgt diese Ziele ausschließlich unter der Berücksichtigung einer natürlichen umweltschonenden Anbau- und Haltungsweise. 

Helfen Sie uns dabei, werden Sie Mitglied oder spenden Sie oder setzen Sie sich mit uns in Verbindung wenn Sie auf eine andere Weise unsere Ziele unterstützen können. Die zukünftige Welt braucht uns alle und zwar jetzt.